Liebstöckelwurzel – Hydrolat Levisticium officinale

Hallo Ihr Lieben,

 

noch ein ungewöhnliches Hydrolat. Auf Grund dessen, dass unser Strauch riesig war, wurde er im Herbst geteilt.

Ich habe die Wurzel getrocknet und dann im Frühjahr zerkleinert und destilliert.

Es ist ein Versuch.

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Liebstöckel wird schon sehr lange benutzt und war wahrsheinlich schon  von Dioskurides beschrieben und genutzt worden.

Wikipedia:

Schon Dioskurides beschreibt Samen und Wurzel von „ligystikón“ („ligusticum“ bei Columella und Plinius) als erwärmend, verdauungsfördernd, diuretisch und emmenagog, auch gegen den Biss wilder Tiere. Liebstöckel war ein beliebtes Heilmittel in Mittelalter und Barock. Hildegard von Bingen lobt ihn u.a. bei Halskrankheiten, Lonicerus als diaphoretisch, diuretisch, verdauungsfördernd und magenerwärmend, Matthiolus als emmenagog, stein- und windtreibend. Weinmann nennt ihn ein Antidot, Diuretikum, Diaphoretikum und Wundmittel, besonders bei Magenerkältung, Engbrüstigkeit und als Emmenagogum. Hufeland nutzte ihn oft bei Hydrops. Leclerc nennt ihn ein Karminativum und Diuretikum. Nach Schulz wird er auch bei chronischen Katarrhen und Menostase gebraucht. In Schweiz und Elsaß trinke man bei Halsweh Milch durch die Pflanzenstengel. Auch fördere er bei Rindern das Kalben.[3] In der Volksheilkunde wird Liebstöckel auch bei Menstruationsstörungen und als schleimlösendes Mittel eingesetzt. In der Homöopathie und der anthroposophischen Medizin wird Liebstöckel u.a. bei Mittelohrentzündung gegeben.

Ein paar interessante Links

http://www.pflanzenfreunde.com/heilpflanzen/liebstoeckel.htm

http://www.heilpflanzenkatalog.net/heilpflanzen/heilpflanzen-europa/200-liebstoeckel.html

http://www.kraeuter-verzeichnis.de/kraeuter/Liebstoeckel-neu.htm

http://www.vorsichtgesund.de/glossary/liebstoeckel-levisticum-officinale/

http://heilfastenkur.de/pflanze-169-Liebstoeckel.htm

 

Auch Hildegard von Bingen arbeitete mit dieser Pflanze und deren Wurzel.

Ich persönlich liebe dieses Kraut, im Salat, in der Suppe, zu Fleisch.

Das Hydrolat ist in der Küche nicht so gut zu verwenden. Ich finde es riecht und schmeckt ein wenig nach Terpentin. Da es noch nicht wirklich alt ist,  entwickelt es sich ja vielleicht noch.

EDIT: Nach einigen Wochen der Reifung das Ergebnis:

Es riecht jetzt wie die getrocknete Wurzel und schmeckt jetzt auch sehr stark .  Anders als das Kraut. Stärker und aromatischer…. Ich weiß nicht wie ich es beschrieben soll.

Als Halswickel oder Gurgelwasser bei Halsschmerzen, als Auflage bei Rheuma oder als Inhalation bei chronischer Bronchitis kann ich es mir auf Grund seiner Inhaltsstoffe schon gut vorstellen.

Liebstöckel enthält Quercetin, dessen entzündungshemmende Wirkung seit Langem bekannt ist. Dieser Inhaltsstoff hilft auch bei Allergien, wirkt schleimlösend, hilft also bei  Erkrankungen der Atemwege.

Das ätherische Öl stimuliert die Hepaozyten und die Gallenblase. Es wirkt auch aquaretisch.

Angeblich soll es auch bei Migräne helfen, weshalb ich es zu einer Freundin geschickt habe, die unter Migräne leidet und das gute Pfeferminz- Hydrolat momentan nicht wirkt.

Ich werde berichten, welche Auswirkungen es auf die Migräne hat.

Da auch im Hydrolat Furocumarine enthalten sind, sollten hellhäutige Menschen mit einer Hautanwendung vorsichtig sein und es gilt generell :

wer Hydrolate mit Furocumarinen auf der Haut anwendet, der sollte die nächsten 4 -6 Stunden nicht in die direkte Sonne oder ins Solarium, Verbrennungsgefahr!!!

Auch Schwangere sollten das Hydrolat und vor allem das ätherische Öl nur nach Rücksprache mit ihrem Aromatherapeuten benutzen.

 

Viel Spaß wünsche ich euch

 

Eure Petra

 

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