Abelmoschussamenhydrolat- Abelmoschus moschatus

wpid-20140708_1934362.jpg.jpeg

Hallo Ihr Lieben,

hierbei handelt es sich um Samen des Abelmoschus/ Bisameibisch/ indischer Hibiscus/ Moschusmalve. Er gehört zur Familie der Malvengewächse (Malvaceae).

Zerreibt oder Zerkaut man die Samenkerne des Abelmoschus verströmen sie  einen süßlichen, animalischen, nach Moschus duftenden Geruch, der betörend und zugleich sinnlich wirkt.

Man bezeichnet die Samen als Ambrettekörner oder auch Moschuskörner oder Bisamkörner.

Das ätherische Öl enthält Ambrettolid, Farnesol und Fettsäuren. Für den Moschusgeruch ist das Ambrettolid verantwortlich. Es nennt sich im übrigen Moschuskernöl. (Oleum Abelmoschi seminis)

Dies ist wohl auch der Grund, warum das ätherische Öl der Abelmoschussamen recht häufig bei der Parfüm-Herstellung als Duftstoff verwendet wird.
Ich weiß es ist ein ungewöhnliches Hydrolat und um ehrlich zu sein, war es einfach ein Versuch. Ich habe die Samen aus der Verpackung genommen und war schon sehr beeindruckt von dem Duft.

Die Samen habe ich dann im Thermomix angemahlen und anschließend destilliert.

Es roch schon von Anfang an herrlich, ein wenig männlich, ich hoffe Ihr wisst was ich meine. Also nicht wie Angelikawurzelhydrolat nach nassen Socken, sondern warm, balsamisch, verführerisch, etwas erdig.

Jetzt nach gut einem Jahr der Reifung ist es noch besser und ich glaube man kann es sehr gut als After-Shave nutzen. Ich kann es mir auch gut als Eau de Toilette oder als Parfumgrundlage vorstellen zum fixieren der anderen Düfte, da die Parfumindustrie es als Basisnote für Moschus oder Amber als Ersatz nimmt.

Die  Samen der Pflanze Hibiscus Abelmoschus kommt in äquatorialen Ländern vor. Es ist ein äußerst wertvoller und ungewöhnlich Rohstoff .

Der Begriff „Moschus“ wird heute auch auf Drüsensekrete anderer Tiere und auch auf Pflanzensäfte angewandt, die einen ähnlichen Geruch haben. Unter den Tieren sondern Moschusochsen, Moschusböcke, Bisamratten und Moschusenten solchen „falschen Moschus“ ab; bei den Pflanzen sind dies die Gauklerblume und der Abelmoschus.

Natürlicher Moschus ist ein Sekret von der Drüse am Bauch des Moschushirsches ( Geschlechtsorgane). Da man um dieses Sekret zu bekommen, die Tiere töten muss, welche vorher elendig zugrunde gehen, weil sie mit Schlingen gefangen werden. Auch andere Tiere verfangen sich darin, sterben und werden einfach weggschissen.

http://tv.de/sendung/der-geruch-des-todes/

http://www.markuskappeler.ch/tex/texs2/moschushirsch.html

Deshalb bin ich der Meinung, man sollte komplett auf Parfums, die dieses Sekret enthalten verzichten, wie zum Beispiel das Parfum Musk.

Erst im 20. Jahrhundert begann man mit Versuchen, lebenden Moschushirschen in Farmen das Sekret zu entnehmen.Um diese Sekretion abzurufen, musste man auch da das Tier töten, um die Drüse entfernen zu können.

 Auszug Wikipedia:

Künstlicher Moschus

Seit 1888 wird Muscon (Hauptduftstoff von Moschus) auch auf synthetischem Wege hergestellt. Dem Chemiker Albert Baur gelang als erstem die Herstellung von künstlichem Moschus. Der Begehrtheit des tierischen Originalmoschus tut dies allerdings wenig Abbruch, vor allem, da er auch in der Traditionellen Chinesischen Medizin Bedeutung hat und dort kein synthetischer Ersatzstoff eingesetzt wird. Synthetisch hergestelltes Muscon ist ein Racemat, besteht also aus einem 1:1-Gemisch von (R)-(−)-3-Methylcyclopentadecanon und (S)-(+)-3-Methylcyclopentadecanon.[4]

Künstliche Ersatzstoffe

Industriell werden vor allem polyzyklische Moschusersatzstoffe statt des natürlichen Moschus für die Parfümierung von Kosmetika und Waschmitteln eingesetzt. Es handelt sich dabei meist um Gemische aus Substanzen mit den Handelsnamen Galaxolid (HHCB) und Tonalid, seltener auch Celestolid und Pantolid.

Umweltverträglichkeit der Ersatzstoffe

Die synthetischen Moschusverbindungen (oder Nitromoschusverbindungen), sind chemische Verbindungen, die  als gesundheitsgefährdend betrachtet werden.

Polyzyklische Moschusersatzstoffe sind kaum wasserlöslich und haben eine geringe Polarität. Durch diese liphophlien Eigenschaften reichern sie sich im Fettgewebe an (Bioakkumulation). Ihre Verwendung in Kosmetikprodukten ist daher umstritten. Aufgrund ihrer schweren Abbaubarkeit werden sie durch die Abwasseraufbereitungsprozesse in kommunalen Kläranlagen nur teilweise aus den Abwässern entfernt. Daher sind Galaxolid und Tonalid, untergeordnet auch Celestolid und Pantolid, in Wasser, Sedimenten und Schwebstoffen aller deutschen Flüsse nachweisbar.

Ich persönlich bin der Meinung, dass der Mensch genug Raubbau und Tierquälerei betreibt und somit ist der Abelmoschussamen für mich eine super Alternative.

Versucht es einfach mal und ihr werdet überrascht sein.

Eure Petra

Advertisements